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Sterbender Krieger aus dem Westgiebel des Aphaiatempels

München, Glyptothek
Marmor
Höhe: 0,47 m

Im Westgiebel des Tempels der Aphaiaäginetische Göttin von lokaler Bedeutung, auf Kreta als Diktynna verehrt und später mit Athena gleichgesetzt von Aeginagriechische Insel im saronischen Golf, 16 Seemeilen von Athen/Piräus entfernt wird der berühmte Zug der Griechen gegen TrojaSiedlung am Hellespont in der Türkei, in der Ilias belagert und zerstört, seit der Entdeckung durch Schliemann 1871 Ausgrabungen der verschiedenen Siedlungsphasen geschildert, den Homergriechischer Autor, verfasste wahrscheinlich in der 2. Hälfte des 8. Jh. v. Chr. die Ilias und die Odyssee in der IliasEpos Homers, in 24 Gesängen werden Geschehnisse des Trojanischen Krieges geschildert, der Zorn Achills und der Tod Hektors. beschreibt. Der Gefallene stellt einen Verwundeten dar, der bereits auf dem Boden zusammengebrochen ist. Während er sich mit dem linken Arm auf dem Boden aufstützt, versucht er, sich mit der rechten Hand einen Pfeil aus der Brust zu ziehen. Der Pfeil bestand aus Bronze und ging ebenso wie weitere in Bronze gefertigte Details der Figur verloren. Nur Löcher im Brustbereich weisen auf diese Gegenstände hin. Die Figur zeigt im Vergleich mit dem Sterbenden aus dem stilistisch weiter entwickelten Ostgiebel deutliche Merkmale der späten Archaik. Befremdlich wirkt vor allem das heute unerklärlich wirkende "Archaische Lächeln". Die Figur scheint gegenüber der geradezu in sich gedrehten Figur des Ostgiebels eindimensional. Sie erstreckt sich kaum in die Tiefe, ragt nicht über den Rand und erobert auch nicht den freien Raum. Auch der Körper ist anatomisch weit weniger korrekt dargestellt, wie es sich z. B. anhand des Brustkorbs zeigen lässt.