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Statue des sog. Gottes aus dem Meer

Athen, Nationalmuseum
Bronze
Höhe: 2,09 m

Der "Gott aus dem Meer" zählt neben dem Wagenlenker von DelphiOrakelheiligtum des Apollon am Südabhang des Parnaß im Mittelgriechenland mit bedeutenden antiken Resten zu den wenigen erhaltenen Bronzeoriginalen des 5. Jh. v. Chr. Er wurde in zwei Teilen 1926 und 1928 von Fischern am Kap Artemision an der Nordküste Euböas geborgen und ist im Bronzehohlgussverfahren hergestellt. In der Regel sind diese Großbronzen in späterer Zeit eingeschmolzen worden und nur durch in römischer Zeit angefertigte Marmorkopien belegt.

Aufgrund seines Fundortes im Meer am Kap Artemision nahm man zuerst an, das es sich um eine Darstellung des Gottes Poseidon handeln müsse. Die Deutung auf ein Weihgeschenk an diesen Gott trifft jedoch nicht zu. Sie war Teil einer Schiffsladung von Bronzen, die in späthellenistischer oder römischer Zeit unterging. In der rechten Hand kann infolge der Haltung der Finger auch kein Dreizack rekonstruiert werden. Ursprünglich hielt die Statue ein Blitzbündel in der Hand. Somit ist die Statue sicher als Zeusin der griechischen Mythologie der höchste Gott der Griechen, Sohn des Kronos und der Rhea, Bruder und Gemahl der Hera; gilt als Herrscher über Himmel und Erde und Urheber von Blitz und Donner. identifiziert, der als einziger griechischer Gott in der mythologischen und materiellen Überlieferung mit einem Blitzbündel dargestellt wird. Durch stilistische Vergleiche mit anderen Skulpturen des Strengen Stils kann der Zeus vom Kap Artemision in die Jahre um 460 v. Chr. datiert werden.