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Statue der Nikeso

Berlin, Staatliche Museen
Marmor
Höhe: 1,70 m

Über einem dünnen Untergewand trägt die füllige Frauengestalt einen Mantel aus kreppartigem Stoff eng um den Körper gewickelt. Die gesenkte linke Hand greift in den Mantelstoff. Die Rechte hingegen war erhoben und stützte vermutlich einen Gegenstand, den die Frau auf dem Kopf trug, vielleicht einen Korb oder auch ein Wassergefäß. Das lange Haupthaar fällt offen im Nacken und in jeweils drei gedrehten Locken auf die Schultern herab.

Charakteristisch für die Anlage der Figur ist der blockhafte Aufbau und der rechteckig geschlossene Umriss. Mehrere Säume und Faltungen des Mantels sind betont waagrecht angeordnet. Diese Merkmale sind typisch für die frühhellenistische Plastik.

Die Statue und die zugehörige Basis wurden im Demeterheiligtum von Priene gefunden. Stifterin war laut Inschrift die Priesterin Nikeso. Es ist nicht sicher, ob sie selbst dargestellt ist oder die Göttin, der sie diente. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um ein Porträt der Nikeso.