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Frau aus Auxerre

Paris, Louvre
Kalkstein
Höhe: 0,65 m

Die Dame von Auxerre stellt eines der frühesten Beispiele für die unter der Bezeichnung "Korenwörtlich "Mädchen", archäologischer Fachausdruck für den in der Skulptur des 6. Jhs. v. Chr. sehr verbreiteten Statuentypus der stehenden jungen Frau in reicher Gewandung" (griech. "Mädchen") bekannte Gruppe von archaischen Frauenfiguren dar. Bei der unterlebensgroßen Dame von Auxerre, benannt nach dem Museum von AuxerreZwischen Paris und Dijon gelegene Stadt, nach der die Dame von Auxerre benannt wurde, sind die Füße nebeneinander gestellt und während die linke Hand am Oberschenkel anliegt, ist die rechte Hand vor die Brust gelegt. Die Seitenansichten dieser Figur zeigen ihre Blockhaftigkeit auf. Ritzungen auf dem Gewand verdeutlichen die Bemalung der Kore, die ebenso wie alle übrigen archaischen Figuren reich bemalt war.

Durch Fundorte und Inschriften kann die Funktion der Koren ermittelt werden. Ähnlich den KuroiKuros: wörtlich "Jüngling", archäologischer Fachausdruck für den in der Skulptur des 6. Jhs. v. Chr. sehr verbreiteten Statuentypus des stehenden nackten jungen Mannes finden die Koren zum einen als Grabstatuen Verwendung und sind zum anderen als besonders kostbare Weihungen an die Gottheit im Heiligtum zu verstehen. Koren versinnbildlichen aber in jedem Fall das Schönheitsideal ihrer Zeit. Ist jedoch der Fundort nicht überliefert, wie im Fall der Dame von Auxerre, kann die Figur nicht sicher gedeutet werden, so dass unter anderem vorgeschlagen wurde, in der Armhaltung eine Anbetungsgeste zu sehen oder in der Figur eine Göttin.

Die Datierung ist wegen fehlender fest datierter Vergleichsstücke schwierig. Aufgrund von Vergleichen mit Vasenbildern wird die Dame von Auxerre in die Zeit zwischen 650 und 625 v. Chr. datiert.