Ikonographie
 
Togastatue. Vatikan
Caracalla, Typus 4. Paris, Louvre
Traian, Regierungsantritts- Typus. München, Glyptothek
 
Eine charakteristische Eigenheit der Bildersprache römischer Kunst ist, dass Bildwerke durch immer wieder neue Kombinationen unabhängig voneinander konzipierter Einzelformen geschaffen wurden. Für Porträtskulpturen bedeutet dies, dass Statuenkörper oder Büsten und die darauf montierten Köpfe nicht in einem Guss entworfen wurden. Kopf und Körper folgten jeweils eigenen Modellen; denn Statuen und Büsten waren in römischer Zeit nur mehr Träger von Porträtköpfen, keine Körperporträts, die auf die Köpfe abgestimmt wurden. Veränderungen im Erscheinungsbild ergaben sich aus Moden, deren Wechsel über längere Zeiträume beobachtet werden kann.
 
Statuentypen
 
Als Träger von Porträtköpfen kommen in römischer Zeit Statuen infrage, die eine zeitgenössische Bekleidung tragen, z.B. die zivile Toga oder die militärische Tracht mit Brustpanzer. Daneben gibt es aber auch Figurentypen, die von griechischen und römischen Gottheiten entlehnt sind.
 
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Büstentypen
 
Porträtbüsten zeigen die gleichen Motive wie vollständige Statuen, also zeitgenössiche Trachten oder Anleihen bei der Idealplastik. Die Form der Büsten nimmt jedoch eine eigenständige Entwicklung, zu der auch einige Entwürfe gehören, die sich von statuarischen Vorbildern lösen.
 
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Attribute
 
Neben der Kleidung dienen Attribute, die am Körper, auf dem Kopf oder in den Händen gehalten werden, zur näheren Charakterisierung einer porträtierten Person. Manchmal deuten sie auch eine Handlung an.
 
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