Antoninus Pius
 
Antoninus Pius kultivierte vornehme Zurückhaltung − trotz seiner langen Regierungszeit wurde sein offizieller Porträttypus nie erneuert.
 
Büste des Antoninus Pius
Zur Person
 
Antoninus Pius wurde 86 n. Chr. in Lanuvium geboren. Im Alter von etwa 30 Jahren heiratete er Annia Galeria Faustina(Faustina d. Ältere), Frau des römischen Kaisers Antoninus Pius; lebte von etwa 105−141 n.Chr. in Rom., mit der er zwei Söhne und eine Tochter (Faustina minor(Annia Galeria Faustina Minor bzw. Faustina d. Jüngere), Tochter des Kaisers Antoninus Pius und seit 145 n. Chr. Ehefrau Marc Aurels; lebte von etwa 130 bis 176 n. Chr. in Rom; begleitete ihren Mann auf seinen Feldzügen; hatte mit ihm mindestens 12 Kinder, darunter den späteren Kaiser Commodus.) hatte. 138 n. Chr. machte ihn der römische Kaiser Hadrian durch Adoption zu seinem Nachfolger. Antoninus Pius adoptierte auf Wunsch Hadrians kurz darauf die späteren Kaiser Marcus Aurelius und Lucius Verus(Lucius Aurelius Verus bzw. Lucius Verus oder Lucius Ceionius Commodus), römischer Kaiser (seit 161 n.Chr.); lebte von 130 bis 169 n.Chr. Wurde von Antoninus Pius 138 n.Chr. adoptiert und unter Marc Aurel 161 n.Chr. Mitkaiser; führte 162−166 n.Chr. erfolgreich Krieg gegen die Parther; er eroberte Edessa und Nisibis zurück sowie Seleukeia am Tigris.. Noch im selben Jahr starb Hadrian, und Antoninus Pius trat seine Nachfolge als römischer Kaiser an. 142 n. Chr. veranlasste er den Bau des Antoninuswalls und sicherte auf diese Weise Nord-Britannien. Durch einen neuen vorgeschobenen Grenzwall (Limes) sicherte er um 155 n. Chr. auch Germanien und Rätien.
 
Antoninus Pius starb 161 n. Chr. in Lorium.
 
Zum Bild des Antoninus Pius in der antiken Literatur
 
Antoninus Pius wird in antiken Quellen als groß gewachsen beschrieben. Im Alter soll er sich die Brust mit Holzbrettern bandagiert haben, um seinen aufrechten Gang zu wahren. Seine Stimme wird von antiken Autoren als angenehm und klangvoll bezeichnet.
 
Beobachtungen zum Porträt
 
Die Porträts des Antoninus Pius zeigen ihn mit Bart, buschigen Augenbrauen und lockigem Haar, das in die Stirn nach vorn gekämmt ist. Sein Gesicht wirkt schlank und weist leichte Alterszüge auf, wie z.B. Stirnfalten, Krähenfüße und einige Falten um Nase und Mund. Kennzeichnend für seine Bildnisse ist der kurze, waagrechte Scheitel am Hinterkopf und zwei charakteristisch geformte Locken, die in die Stirn hineinragen.
 
 Sammlung  E-learning  Quellen  Literatur
 
 
 
Chris Scarre: Die römischen Kaiser. Herrscher und Dynastien von Augustus bis Konstantin, ECON Verlag GmbH, Düsseldorf, 1996, S. 106ff.