Philipp II
 
Philipp II konnte zahlreiche kriegerische Erfolge für Makedonien erzielen. Wie passt das Porträt des Herrschers zum Bild des fähigen, energischen aber auch brutalen Heerführers, der er ohne Zweifel gewesen sein muss?
 
Bildnis eines Königs
Zur Person
 
Philipp II lebte von 382−336 v. Chr. in Makedonien. Nach dem Tod seines Bruders Perdikkas IIImakedonischer König (365−359 v.Chr.), Sohn von Amyntas II und Bruder Philipps II; starb im Feldzug der Makedonen gegen die Illyrer, woraufhin sein Bruder Philipp II mit 23 Jahren zum König von Makedonien wurde. im Illyrischen Krieg übernahm er die Regentschaft für dessen unmündigen Sohn Amyntas. Dabei bewies er soviel Geschick, dass ihn das Volk 359 v. Chr. zum König von Makedonien ausrief. Der König und Vater Alexanders d. Großen führte erfolgreiche Kriege gegen die Illyrerindogermanisches Volk, besiedelte in viele Stämme aufgesplittert spätestens seit dem 8./7. Jahrhundert v.Chr. Illyrien (das heutige Dalmatien und Albanien). und Thrakerindogermanisches Volk, war in viele Stämme gegliedert und bewohnte spätestens seit dem 2. Jahrhundert v.Chr. Thrakien, die vorgelagerten Inseln (v.a. Samothrake) und auch Dakien; besiedelte ab dem 8. Jahrhundert v.Chr. auch Mysien und Bithynien (Nordwest−Kleinasien). Die Thraker bildeten bis ins 6./7. Jahrhundert eine sprachliche, ethnische und kulturelle Einheit., griff im dritten heiligen Krieg um die Vorherrschaft in Mittelgriechenland ein und eroberte den Bosporus. Nach dem Sieg über die Phokerindogermanisches Volk. wurde er an deren Stelle Mitglied der delphischen Amphiktyoniegriechische Bezeichnung für einen kultisch−politischen Verband von Nachbarstaaten oder −stämmen mit einem gemeinsamen Heiligtum im Griechenland der Antike (z.B. Delphi oder Delos). Die bekannteste ist die Amphiktyonie von Delphi, sie verpflichtete zum Schutz des Heiligtums und zu bestimmten politischen Verhaltensweisen.. Als Archonhöchster Beamter in Athen und in anderen Städten Griechenlands. gliederte er Thessalien an Makedonien an. Bei Chaironeia siegte Philipp II über die griechische Koalition. Er schloss den Korinthischen Bund338 v.Chr. von Philipp II. gegründete Allianz, die ihm als Exekutivmacht und als Garant politischer Stabilität die Vorherrschaft über Griechenland verschaffte; alle Griechenstädte (außer Sparta) erkannten die Vorherrschaft des makedonischen Königs Philipp II. an. unter makedonischer Führung u. a. mit Athen und Theben und rief zum Zug gegen die Perser auf, deren Staats- und Verwaltungsaufbau er auf Makedonien übertrug.
 
Zum Bild des Philipp II in der antiken Literatur
 
Antike Quellen berichten, dass Philipp II zahlreiche Statuen errichtet wurden. In Olympia standen Gold-Elfenbein-Statuen, die ihn und seine Familie darstellten.
 
Beobachtungen zum Porträt
3D - Ansicht
Das Bildnis eines bärtigen Mannes mit Königsdiadem in der Kopenhagener Glyptothek wird Philipp II zugeordnet. Das Bildnis kann erst nach dem Tod des Porträtierten entstanden sein, da das Königsdiadem erst in der Zeit nach Alexanders Tod üblich wurde.
 
 Sammlung  E-learning  Quellen  Literatur
 
 
 
 
Gisela M. A. Richter: The Portraits Of The Greeks. Abridged Edition. Phaidon Press Limited, Oxford, 1984, S. 224ff.
Der neue Pauly: Enzyklopädie der Antike, Band 9, Metzler, Stuttgart, 1998